Die Katastrophe konnte abgewendet werden: Der Austritt radioaktiven Wassers im Atomkraftwerk Penly in Nordwestfrankreich ist gestoppt. Das teilt der Atomkraftwerkbetreiber EDF mit. «Seit 04.00 heute morgen gibt es kein Leck mehr» gab das Unternehmen bekannt.

Diese «Rückkehr zur Normalität» im Kühlkreislauf habe es erlaubt, den internen Aktionsplan für das Personal gegen 05.00 Uhr aufzuheben. Das radioaktive Wasser war demnach an der Dichtung der Pumpe im Primärkreislauf zur Kühlung des Reaktors ausgetreten.

Betreiber: Keine Auswirkungen auf Umwelt

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Der Stromkonzern versicherte, dass es «keine Auswirkungen auf die Umwelt» gegeben habe und die Kühlung des Reaktors durch den Vorfall nicht gestört worden sei. Das Atomkraftwerk war am Donnerstag automatisch abgeschaltet worden. Die Feuerwehr musste anrücken, um an zwei Stellen brennende Ölpfützen im Reaktorgebäude des Blocks Nummer Zwei der Atomanlage zu löschen.

Die Atomaufsichtsbehörde ASN wollte am Freitag die Situation vor Ort überprüfen. Vorläufig hatte sie den Vorfall als «Störung» eingestuft: Auf der weltweit gültigen Ereignisskala INES wurde er auf der zweitniedrigsten Stufe 1 eingeordnet.

«Störungen» der Stufe 1 sind Zwischenfälle, die zu einer Abweichung von den zulässigen Bereichen im sicheren Betrieb der Anlage führen. Die INES-Skala umfasst acht Stufen, sie beginnt bei 0 und geht bis 7.

(muv/sda)