«Kommen wir im Stromabkommen nicht weiter, werden wir uns überlegen, ob wir europäische Stromverkäufer für den Schweizer Markt zulassen wollen», sagt Bundesrätin Doris Leuthard im Interview mit der heute erschienenen «Handelszeitung». Eine klare Ansage an Brüssel.

Seit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative zickt die EU – und versucht die Schweiz in den Schwitzkasten zu nehmen. Jetzt wehrt sich die Bundesrätin mit ihren Aussagen in Bezug auf das Stromabkommen mit der EU.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Reaktionen gespalten

In sozialen Netzwerken, aber auch auf Onlineportalen wird das Interview kontrovers diskutiert. So schreibt etwa der Grünen-Nationalrat Bastien Girod aut Twitter: «Weiterer unüberlegt bis dummer Vorschlag des Bundesrates: Leuthard plant Ausschluss von EU-Stromanbietern.» Martin Krumm kontert: «Das hätte ich Doris Leuthard nicht zugetraut. Guter Schachzug.»

Der Plan, den Stromanbietern aus der EU den Schweizer Markt zu verschliessen, bleibt auch beim Schweizer Fernsehen SRF nicht unerwähnt. Dort wird getwittert: «Strom könnte demnächst teurer werden. Es sei denn, die Schweiz und die EU einigen sich doch noch.» Von einigen Twitter-Usern gibt es kurzen Zuspruch – wie etwa von Gregor Ziltener: «Mir gefällt BR Leuthard.»

Auch Branchenverband in Diskussion

Das Energie Network Schweiz schaltet sich mit der Aussage «Wegen Verhandlungsblockade: BR Leuthard überlegt sich Ausschluss von EU-Strom» in die Twitter-Debatte ein. Das Thema der Bezeihung der Schweiz zur EU scheint die Gemüter ein weiteres Mal zu erhitzen.

Auch in den Kommentarspalten auf Onlinemedien wird diskutiert. So schreibt Daniela Wyss auf handelszeitung.ch: «Finde das toll von Frau Leuthard! Wusste gar nicht das sie auch ‹Zähne› hat…».

Wie die Aussagen in Brüssel aufgenommen werden, ist noch nicht bekannt.