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Libor-Skandal aktiviert deutsche Bankenaufsicht

Die Bankenaufsicht BaFin überprüft derzeit mehrere Institute in Deutschland. (Bild: Keystone)

Nach dem Zinsmanipulations-Skandal und dem Köpferollen bei der britischen Bank Barclays nimmt die deutsche Bankenaufsicht BaFin jetzt auch deutsche Institute ins Visier. Kooperiert wird mit ausländisc

Veröffentlicht am 05.07.2012

Im Skandal um die Manipulation von international bedeutenden Zinssätzen wird nun auch die Bankenaufsicht in Deutschland aktiv. Derzeit würden «mehrere Institute» überprüft, sagte ein Sprecher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Bonn.

Es werde untersucht, inwieweit die Institute über funktionierende Kontrollmechanismen für Manipulationsversuche verfügten. Bei den Untersuchungen stünden die deutschen Finanzwächter in engem Kontakt mit Aufsichtsbehörden in Grossbritannien.

Die BaFin selbst verfüge jedoch nicht über eine Befugnis zur Strafverfolgung, sagte der Sprecher der Behörde. Derzeit sei nicht bekannt, ob bereits eine Staatsanwaltschaft in Deutschland in der Angelegenheit ermittle. Als Untersuchungsmöglichkeiten stünden der BaFin Gespräche, Auskunftsanfragen und Sonderprüfungen bei Kreditinstituten vor Ort zur Verfügung.

(aho/vst/sda)

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