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Terror
Libyens Ministerpräsident Seidan von Unbekannten entführt

Ministerpräsident Ali Seidan: Möglicherweise ist er in der Gewalt von Al-Kaida. (Bild: Wikipedia)

Schlag für die libysche Demokratisierung. Der erste gewählte Regierungschef ist entführt worden.

Veröffentlicht am 10.10.2013

Libyens Ministerpräsident Ali Seidan ist offenbar von Unbekannten entführt worden. Der Chef der Übergangsregierung sei von einer Gruppe bewaffneter Männer an einen unbekannten Ort verschleppt worden, teilte die Regierung in einer kurzen Mitteilung auf ihrer Internetseite mit.

Laut dem Nachrichtensender Al-Arabija wurde Seidan in einem Hotel in der Hauptstadt Tripolis überfallen. Es hiess, er sei zusammen mit mehreren Begleitern verschleppt worden.

Seidan ist der erste gewählte Regierungschef Libyens. Der ehemalige Oppositionelle hatte in der Ära von Machthaber Muammar al-Gaddafi im Exil gelebt.

Beobachter vermuten einen Zusammenhang mit der Verschleppung des mutmasslichen Al-Kaida-Terroristen Abu Anas al-Libi, der am vergangenen Samstag von einem US-Spezialkommando in Tripolis gefangen und ausser Landes gebracht worden war. Nach seinem Verschwinden hatte es in Bengasi Proteste radikaler Islamisten gegeben.

(sda/tke/chb)

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