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Libysche Aktivisten erzwingen Schliessung wichtiger Ölhäfen

Die Stadt Sidra war auch im Umsturz 2011 hart umkämpft. (Bild: Keystone)

In einer Protestaktion gegen die Wahlen in Libyen haben Aktivisten die Schliessung wichtiger Ölhäfen erzwungen. Betroffen sind die Häfen Ras Lanuf und Al-Sidra im Osten.

Veröffentlicht am 06.07.2012

In Libyen sind die wichtigen Ölhäfen Ras Lanuf und Al-Sidra geschlossen. Wie ein AFP-Reporter und örtliche Quellen berichteten, erzwangen die Aktivisten den Stopp der Ölproduktion. «Der Hafen ist geschlossen, die Produktion ist eingestellt», sagte ein Hafenaufseher in Ras Lanuf.

Bei den Aktivisten handle es sich um Befürworter des Föderalismus. Um eine «Eskalation» zu vermeiden, seien die Arbeiter den Forderungen nachgekommen. Die Aktivisten erklärten, auch den Hafen von Brega schliessen zu wollen.

Die Aktion erfolgte, nachdem eine pro-föderalistische Bewegung damit gedroht hatte, die Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung am Samstag zu boykottieren und zu sabotieren. Eine zentrale Forderung der Aktivisten ist die gleiche Verteilung von Sitzen in der Nationalversammlung.

Die Übergangsregierung sieht jedoch mit Blick auf die Bevölkerungsverteilung im Land eine Aufteilung der Sitze vor, bei der der Westen hundert Sitze, der Osten 60 und der Süden 40 Sitze erhält. Es sind die ersten Wahlen in Libyen seit dem Volksaufstand im vergangenen Jahr, der zum Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi führte.

(chb/muv/sda)

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