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Liechtenstein bietet sich als Steuerschlupfloch an

Liechtenstein: Es positioniert sich als Stiftungsstandort.   Flickr/CC/Kecko

Der Regierungschef Liechtensteins sieht kein Problem darin, wenn Stiftungen als legale Steuerschlupflöcher genutzt werden. Für Steuerdumping ist das Ländle aber laut Adrian Hasler die falsche Adresse.

Veröffentlicht am 28.08.2016

Liechtenstein will ungeachtet des Drucks zahlreicher Staaten nicht auf Massnahmen zur Steuerminimierung verzichten. «Wenn Stiftungen genutzt werden, um Steuerschlupflöcher zu nutzen, sehe ich darin kein Problem, so lange es legal ist», sagte der Regierungschef des Fürstentums, Adrian Hasler, in einem Interview der «Welt am Sonntag». Es sei zwar Interesse eines jeden Staates, dass er zu seinem Geld komme. Aber er sei dagegen, deshalb jegliche Privatsphäre aufzugeben.

International tätigen Unternehmen will Hasler allerdings nicht beim Steuerdumping helfen: «Wir haben niedrige Steuern, aber wir bieten keine Konstrukte an, durch die Konzerne überhaupt keine Steuern zahlen müssen.» Liechtenstein unterstütze die Arbeit der Industriestaaten-Organisation OECD zur Bekämpfung der Steuervermeidungspraktiken grosser Unternehmen. «Für Steuerkonstruktionen wie die der Googles dieser Welt haben wir in Liechtenstein keinen Platz», so Hasler.

(reuters/mbü)

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