Die russische Regierung hat, seit Beginn des Ukraine-Konfliktes, steht’s verneint Truppen auf ukrainischem Territorium zu haben. Ein «Selfie» eines russischen Soldaten könnte nun dem gesamten Konflikt eine neue Wendung geben. Buzzfeed-Reporter Max Seddon konnte den Namen des 24 jährigen Kommunikationsspezialisten in Erfahrung bringen. Der russische Soldat, namens Alexander Sotkin, hat am fünften Juli ein weiteres Bild hochgeladen. Diesmal war es aus dem ukrainischen Dorf namens Krasny Derkul, wie der «Business Insider» berichtet.

Die Bilder wurden auf Instagram, einem kostenlosen Foto-und Video-Sharing-App, hochgeladen. Die App fragt die Nutzer bei der Veröffentlichung der Bilder, ob die GPS-Daten zur Darstellung auf einer Karte verwendet werden dürfen. Meistens arbeitet die Ortsbestimmung relativ genau.

Die US-Armee kennt das «Plaudertaschen-Problem»

Aufgrund bisheriger Erfahrungen durchlaufen amerikanische Soldaten eine Schulung zur Sensibilisierung der möglichen Gefahren. Wenn sie jede Stunde über ihren Aufenthalsort oder ihre Tätigkeit «plaudern», kann der Feind nützliche Informationen erhalten. Dennoch kann man im Internet auch immer wieder Tweets und Bilder von amerikanischen Soldaten finden.

Der amerikanische Geheimdienst konnte, auch unter Zuhilfenahme von Einträgen und Videos, den Beweis erbringen, dass russische Truppen die Separatisten trainiert, informiert und mit Waffensystemen ausgerüstet haben. Bisher konnte den russischen Truppen nur der Raketenbeschuss angelastet werden. Die Instagram-Bilder des Soldaten erhärten die Beweise, dass sich die Truppen Moskaus auch in der Ukraine aufgehalten haben.

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Das ist das Bild, das wohl in der Ukraine hochgeladen wurde: