Die linken Oppositionsparteien haben die Mitte-Rechts-Regierung in Portugal gestürzt. 123 der 230 Abgeordneten stimmten am Dienstag bei einer Abstimmung im Parlament gegen das Regierungsprogramm von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho. Die Ablehnung der Vorlage zwingt ihn zum Rücktritt.

Die oppositionellen Sozialdemokraten hatten verbindliche Abkommen mit anderen linksgerichteten Parteien im Parlament geschlossen, die ihnen eine Mehrheit sichern. Damit stellten sie die Weichen für eine Ablösung der Regierung.

Märkte reagieren nervös

Eine linksgerichtete Regierung könnte Reformen rückgängig machen, die Portugal im Zuge der Euro-Krise verabschiedet hatte. Bereits die Aussicht auf politische Instabilität hatte an den Märkten des Landes Unruhe ausgelöst.

Passos Coelhos Koalition hatte am 04. Oktober die Wahl zwar gewonnen. Sie kam im Parlament aber nicht auf eine eigene Mehrheit und war bei Gesetzesvorhaben auf die Unterstützung der Sozialisten angewiesen.

(reueters/dbe)