Ein britisches Gericht wies die Berufung des 37-Jährigen Händlers zurück, der für den rasanten Absturz des amerikanischen Aktienindexes Dow Jones im Mai 2010 mitverantwortlich gemacht wird.

Damit endet ein 18-monatiger Rechtstreit. Bereits im März hatte ein britischer Richter der Auslieferung zugestimmt. Daraufhin war der Händler in Berufung gegangen. Er ist in den USA wegen Marktmanipulation und Betrugs angeklagt.

1000 Punkte schwächer innert weniger Minuten

Die amerikanische Justiz wirft ihm vor, mit einem computergesteuerten Handelsprogramm zum Absturz des Aktienmarktes im Mai 2010 beigetragen haben. Damals verlor der Dow Jones innerhalb weniger Minuten rund 1000 Punkte und damit etwa zehn Prozent - ein sogenannter Flash Crash.

Der Banker soll mit seinen Börsengeschäften an der Chicagoer Börse (CME) einen Profit von insgesamt 40 Millionen Dollar eingestrichen haben. Er ist in 22 Punkten angeklagt. Ihm drohen bei einer Verurteilung mehr als 350 Jahre Haft.

Der Händler hatte die Vorwürfe in der Vergangenheit zurückgewiesen. In seinem einzigen öffentlichen Kommentar sagte der Beschuldigte sogar, dass er «gute Arbeit» geleistet habe.

(sda/chb)