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Politik

Los Angeles schafft die Plastiktüte ab

Dünne Plastiktüten - wie hier in einer Schweizer Migros-Filiale - wird es in L.A. bald nicht mehr geben. (Bild: Keystone)

Eine US-Grosstadt als Vorreiter in Sachen Umweltschutz: Die Menschen in Los Angeles müssen in Zukunft mit eigenen Taschen zum Einkaufen gehen oder Papiertüten kaufen. Denn die Stadt verbannt Plastikbe

Veröffentlicht am 24.05.2012

Umweltschützer und Gegner von Plastiktüten haben in Kalifornien einen weiteren Sieg errungen: Los Angeles wird die umweltschädlichen Beutel aus seinen Geschäften verbannen.

Mit grosser Mehrheit sprach sich der Stadtrat der Millionenmetropole dafür aus, dass die Einwegtüten in einem Jahr abgeschafft werden. Von dem Verbot seien über 7500 Geschäfte betroffen, berichtete die «Los Angeles Times». Kunden müssen ihre eigenen Taschen zum Einkauf mitbringen oder für 10 Cent eine Papiertüte kaufen.

Die Stadt Los Angeles folgt damit dem Beispiel von Dutzenden Städten und Bezirken. San Francisco hatte 2007 als erste US-Stadt Plastiktüten in den grossen Lebensmittelläden abgeschafft. Im Umland von Los Angeles ist die Abgabe der kostenlosen Tüten seit dem vorigen Juli verboten.

Plastikmüll im Meer

Der Versuch ein Plastiktütenverbot auf Landesebene in ganz Kalifornien einzuführen war 2010 jedoch gescheitert. Die Hersteller von Plastiktüten waren mit einer grossen Werbekampagne gegen die Aktion ins Feld gezogen.

US-Supermärkte geben beim Lebensmittelkauf gewöhnlich kostenlose dünne Plastiktüten oder wahlweise Papiertüten an ihre Kunden aus. Umweltschützer weisen immer wieder auf die Folgen der Plastikschwemme hin. Die Tüten liessen unter anderem die Abfallhalden wachsen und verschmutzten als Plastikmüll die Meere.

(tno/rcv/sda)

 

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