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Lukaschenko will mit Schweizer Firma Sanktionen aushebeln

Weissrussischer Diktator plant, mit einer Firma in der Schweiz drohende Sanktionen zu umgehen. (Bild: Keystone)

Dem weissrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko drohen Sanktionen gegen sein Land. Um diese zu umgehen, will der wohl letzte Diktator Europas die Hilfe einer Schweizer Firma in Anspruch nehmen.

Veröffentlicht am 28.10.2012

Der weissrussische Präsident Alexander Lukaschenko wird offenbar ab 2013 seine Kaliumbestände - einer der wichtigsten Rohstoffe seines Landes - über eine Firma in der Schweiz verkaufen. Das berichtet die «Sonntagszeitung». 

Der letzte Diktator Europas habe sich dafür mit einem russischen Partner zusammengetan und die Handelsfirma Soyuzkali gegründet, über die der Verkauf laut der «Sonntagszeitung» abgewickelt werden solle.

Dank dem Joint Venture mit den Russen könne die Firma darüber hinaus in der Schweiz weiter tätig sein - selbst wenn die Mutterfirma in Weissrussland mit Sanktionen belegt werde. Lukaschenko selbst wurde dem Bericht zufolge in der Schweiz mit einer Einreisesperre belegt. 

Finanzierung der Geheimpolizei

Die Gegner von Lukaschenko zeigen sich derweil gegenüber der «Sonntagszeitung» schockiert, welche Möglichkeiten es für den weissrussischen Diktator hierzulande gäbe, und kritisieren die Schweiz deshalb offen.

Die Mutterfirma der neuen Schweizer Gesellschaft sei eine entscheidende Einnahmequelle des Regimes von Lukaschenko. Mit dem Geld finanziere er unter anderem seine Geheimpolizei. Die Repression des Regimes gegen Oppositionelle nehme derzeit drastisch zu.

(muv)

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