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Luxemburg stopft endlich Steuerschlupfloch

Luxemburg: Steuerparadies inmitten der EU. Keystone

Nach Rügen der Europäischen Union hat Luxemburg ein Steuerschlupfloch für Grosskonzerne gestopft. Der Finanzminister des Zwergstaates redet von «konstruktivem Dialog».

Veröffentlicht am 27.12.2016

Somit könnten Gewinne aus internen Finanzdienstleistungen künftig höher besteuert werden. Die Änderung sei Ergebnis eines konstruktiven Dialogs mit Brüssel, teilte Luxemburgs Finanzminister Pierre Gramegna mit. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager lobte die Korrektur, die ab 1. Januar 2017 gelten soll.

Vestager hatte Luxemburg nach dem Luxleaks-Skandal um lukrative Steuerdeals für Unternehmen im Grossherzogtum mehrfach ins Visier genommen. Im Oktober 2015 prangerte sie Steuervorteile für die Fiat-Tochter Finance and Trade an, mit denen der italienische Konzern seit 2012 bis zu 30 Millionen Euro gespart haben soll. Diese Vergünstigung wäre nach den nun geänderten Regeln nicht mehr möglich, hiess es.

Fremdvergleichgrundsatz

Konkret geht es darum, wie Gewinne aus Finanzdienstleistungen innerhalb eines Konzerns steuerlich angesetzt werden. Die EU-Kommission verlangt eine strikte Umsetzung des sogenannten Fremdvergleichsgrundsatzes: Auch intern müssen Preise wie mit aussenstehenden Geschäftspartnern gelten - keine Sonderkonditionen, die Gewinne und Steuerlast drücken.

(awp/chb)

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