Venezuelas Präsident Nicolás Maduro will sein Volk per Referendum über eine neue Verfassung abstimmen lassen. Dies gab Maduro bei einer Kabinettssitzung im Präsidentenpalast in Caracas bekannt.

«Es wird ein Referendum über die neue Verfassung geben, damit es das Volk ist, welches sagt, ob es damit einverstanden ist oder nicht», sagte Maduro. «Einige, immer dieselben, rufen zu einem Nein auf. Wir werden sie besiegen.»

60 Tote seit April

Maduro zielte damit auf die Opposition ab, welche die Bildung einer verfassunggebenden Versammlung ablehnt. Diese soll im Juli gewählt werden. Die Opposition wirft Maduro vor, die verfassunggebende Versammlung mit seinen Anhängern besetzen und damit seinen Machtanspruch verfestigen zu wollen.

Seit Anfang April gibt es in Venezuela schwere Unruhen. Nahezu täglich kommt es in Caracas zu Strassenschlachten zwischen Sicherheitskräften und oppositionellen Demonstranten. Mehr als 60 Menschen wurden bislang getötet. Gegner und Anhänger der Regierung geben sich gegenseitig die Schuld. Hintergrund ist eine schwere innenpolitische Krise.

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Kampf um Amtsenthebung

Die konservative und rechtsgerichtete Opposition kämpft bereits seit Monaten für eine Amtsenthebung des linksnationalistischen Staatschefs Maduro. Die Maduro-Gegner machen ihn für die Wirtschaftskrise in dem südamerikanischen Land verantwortlich, die zu grossen Versorgungsengpässen führt.

(sda/gku/chb)