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Schmiergeld
Malaysischer Skandal: Bern sperrt Konten

Demonstration in Kuala Lumpur: Der Bestechungsskandal erschüttert das Land. Keystone

Die Schweiz hat im Bestechungsskandal um den malaysischen Staatsfonds Gelder gesperrt. Denn offenbar ist auch Schmiergeld via eine Schweizer Bank geflossen.

Veröffentlicht am 02.09.2015

Die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) hat in Zusammenhang mit einem Bestechungsskandal in Malaysia Gelder gesperrt. Man habe Vermögenswerte in hoher zweistelliger Millionenhöhe (US-Dollar) auf Schweizer Bankkonten blockiert, erklärte eine BA-Sprecherin am Mittwoch.

Hintergrund ist ein Verfahren gegen den hoch verschuldeten malaysischen Staatsfonds 1Malaysia Development Berhad (1MDB), dem die Behörden des Landes Misswirtschaft und Bestechung vorwerfen.

Schweiz wird Mitte August aktiv

Mitte August hatte auch die Schweizer Behörde ein Strafverfahren gegen zwei Organe von 1MDB sowie gegen Unbekannt wegen Bestechung, ungetreuer Amtsführung und Geldwäscherei eingeleitet. Die Bundesanwaltschaft stehe in Kontakt mit den malaysischen Behörden, erklärte die Sprecherin weiter.

Involviert ist die Erdölfirma PetroSaudi International, die ein Büro in Genf hat. Bei einem Deal zwischen PetroSaudi und 1MDB im September 2009 sollen rund 700 Millionen US-Dollar abgezogen und an einen Vertrauten von Regierungschef Najib Razak überwiesen worden sein - unter anderem über Banken in der Schweiz und in Singapur.

Genfer Geschäftsmann involviert

In der Affäre war im August ein Genfer Geschäftsmann in Thailand zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der ehemalige Angestellte der Genfer Filiale von PetroSaudi International soll die Firma erpresst haben.

(sda/mbü)

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