In Pakistan ist der Geschäftsmann Mamnoon Hussain zum neuen Präsidenten gewählt worden. Der Politiker der regierenden Muslimliga erzielte die Mehrheit der Stimmen der Abgeordneten des Parlaments und der Regionalvertretungen, wie der staatliche Fernsehsender PTV berichtete.

Hussain wird der zwölfte Präsident Pakistans und folgt auf Asif Ali Zardari, dessen Amtszeit im September endet. Erstmals waren nicht alle Pakistaner, sondern lediglich die Abgeordneten zur Wahl des Präsidenten aufgerufen.

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Keine Überraschung

Mit dem Sieg Hussains war gerechnet worden. Er ist ein enger Vertrauter von Premierminister Nawaz Sharif. Hussains einziger Konkurrent war Wajihuddin Ahmed, ein angesehener früherer Richter am Obersten Gerichtshof Pakistans. Er war von der drittgrössten Partei, der Pakistan Tehreek-e-Insaaf des früheren Cricketstars Imran Khan, aufgestellt worden.

Die wichtigste Oppositionspartei des Landes, die Pakistanische Volkspartei, boykottierte die Wahl. Grund dafür war die Vorverlegung der Abstimmung, die ursprünglich für den 6. August geplant war.

Die Macht des Staatschefs in Pakistan wurde im Zuge einer Verfassungsreform deutlich beschnitten. Er hat nunmehr vorwiegend repräsentative Aufgaben.

(vst/aho/sda)