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Manpower zum Mindestlohn: «Spiel mit dem Feuer»

Manpower-Logo: Der Personalvermittler ist beim Mindestlohn skeptisch.   Keystone

Ein Mindestlohn über 4000 Franken sei ein «unvergleichliches Experiment», sagt Manpower-Chef Patrick Maier. Der Personalvermittler warnt vor allem vor Folgen für Zeitarbeitende.

Von Benita vogel und armin Müller
am 07.05.2014

Der Chef von Personalvermittler Manpower warnt vor gesetzlich geregelten Mindestlöhnen. «Es ist ein unvergleichliches Experiment. Noch nie wurde ein so hoher Mindestlohn fixiert. Es ist ein Spiel mit dem Feuer», sagt Patrick Maier in einem Interview mit der «Handelszeitung».

Der Durchschnittslohn bei den Temporärarbeitenden liege zwar bei fast 5000 Franken. Dennoch könne die Mindestlohninitiative für die Branche zum Problem werden. «Die Hälfte der Temporärarbeitenden ist unter 30 Jahre alt. Sehr viele finden über die Temporärarbeit eine Festanstellung, viele sind Berufseinsteiger, Branchenwechsler, Wiedereinsteigerinnen. Dieses Segment ist deshalb besonders von einem gesetzlichen Mindestlohn von 4000 Franken betroffen», so Maier. 

Höhere Umsätze helfen nicht

Der Tatsache, dass höhere Löhne den Temporärfirmen höhere Umsätze bescheren würden, kann Maier wenig abgewinnen. «So einfach ist die Rechnung nicht. Denn der Umsatz ergibt sich aus Preis mal Menge. Und was mit der Menge passiert bei Annahme der Initiative, darüber mache ich mir grosse Sorgen», sagt Meier.

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