Der Uno-Sicherheitsrat hat die syrische Regierung wegen des Massakers in der Stadt Hula mit mehr als 100 Toten scharf verurteilt. Bei den Angriffen auf eine Wohngegend habe es eine «Schussserie von Panzern und Regierungsartillerie»  gegeben, erklärte das Gremium in New York.

Die Verantwortlichen müssten Rechenschaft ablegen, hiess es. Zudem bekräftigte der Sicherheitsrat seine Forderung, die syrische Regierung müsse schwere Waffen aus den Städten abziehen.

Russland hatte eine Verurteilung des Massakers und der syrischen Führung zunächst abgelehnt und Zweifel an der Verantwortung der Führung von Präsident Baschar al-Assad geäussert.

Damaskus selbst wies jede Verantwortung zurück und gab «Terroristen» die Schuld an dem Massaker. So werden von der Führung des Landes allgemein die seit März 2011 gegen Präsident al-Assad kämpfenden Aufständischen im Land bezeichnet.

49 tote Kinder

Bei dem Blutbad in der zentralsyrischen Stadt Hula hatte es am Freitag 108 Tote und etwa 300 Verletzte gegeben, wie der Chef der Uno-Beobachtermission in Syrien, Robert Mood, sagte. Anfangs waren die Experten nur von 92 Toten ausgegangen. Der Sprecher des Uno-Sondergesandten Kofi Annan, Ahmad Fawzi, sagte, unter den Todesopfern seien 49 Kinder und 34 Frauen.

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Der Angriff in Hula gilt als eines der blutigsten Ereignisse seit Beginn des Aufstands in Syrien vor 15 Monaten. Nach Angaben von Aktivisten griffen am Freitag zunächst Regierungstruppen die Ansammlung von Ortschaften nordwestlich der belagerten Stadt Homs an. Dann stürmten regierungstreue Kriminelle die Ortschaften, überfielen Häuser und töteten Zivilisten.

(tno/sda)