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Konflikt
Massen bei Zürich-Besuch von Poroschenko

Petro Poroschenko in Zürich: Ukrainische Studenten halten Flagge hoch. Keystone

Ein Besuch des ukrainischen Staatspräsidenten Petro Poroschenko hat für grossen Andrang gesorgt. Gegner und Befürworter versammelten sich in Zürich. Zugleich spitzte sich die Gewalt in der Ukraine zu.

Veröffentlicht am 20.01.2015

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko ist überzeugt, dass Europa und die Welt sicherer werden, wenn die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland unterstützt wird. Er sei ein Präsident des Friedens und nicht des Krieges und kämpfe für Werte wie Freiheit, Demokratie und Toleranz, sagte er am Montagabend in Zürich.

Diese für Europa zentralen Werte seien durch den Krieg bedroht. Deshalb sei die Unterstützung so wichtig - wichtig für Europa, aber auch für die Ukraine, die sich mitten in einem Transformationsprozess befinde. Diesen Prozess, der die Ukraine an Europa heranführe, wolle Russland unterbinden, sagte Poroschenko weiter.

Burkhalter verspricht Unterstützung

Bundesrat und Aussenminister Didier Burkhalter zeigte sich besorgt über die neuesten Entwicklungen in der Ukraine. Am Tag des Besuches von Präsident Poroschenko hatten sich die blutigen Kämpfe um den Flughafen Donezk zugespitzt. Poroschenko verteidigte die neueste Militäroffensive gegen die Separatisten. Auch halte er eine politische Lösung weiterhin für möglich.

Burkhalter versicherte dem ukrainischen Staatspräsidenten, die Schweiz werde das Land weiterhin unterstützen. Burkhalter und Poroschenko folgten einer Einladung des Europa Instituts an der Universität Zürich. Poroschenko wird am Wirtschaftsforum WEF in Davos erwartet und legte in Zürich einen Zwischenstopp ein. Der Anlass fand vor vollbesetzten Rängen und unter grossen Sicherheitsvorkehrungen statt. Dennoch wurde Poroschenko durch einige Zwischenrufe gestört.

Stabilisierung im Interesse von ganz Europa

Burkhalter, der sich bereits im vergangenen Jahr in seiner Funktion als Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) um eine Lösung des Konflikts bemüht hatte, hob in seiner Rede hervor, dass eine Stabilisierung der Situation im Interesse des ganzen Kontinents und der Welt liege.

Die Schweiz unterstütze den notwendigen Reformprozess in der Ukraine seit 1997 und werde dies auch weiterhin tun - bilateral sowie eingebunden in die Bemühungen der OSZE. Insgesamt sei es wichtig, eine politische und nicht eine militärische Lösung zu finden, sagte Burkhalter.

(sda/me/ise)
 

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