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Kundgebung
Massenprotest in Freiburg wegen Sparmassnahmen

Demo: Zwei Gewerkschaften riefen dazu auf. Keystone

Hunderte von Menschen protestieren in Freiburg gegen Sparmassnahmen. Ihre Forderung: Mehr Lohn für Staatsangestellte und kein Abbau beim Spital.

Veröffentlicht am 26.06.2015

Etwa 1000 Menschen haben nach Polizeiangaben am Abend in Freiburg gegen die Sparmassnahmen des Kantons im öffentlichen Dienst demonstriert. Nach entbehrungsreichen Jahren hätten die Angestellten nun ein Recht auf Lohnerhöhungen, hiess es.

Der Staatsrat müsse die 2013 beschlossenen und noch bis Ende 2016 laufenden Sparmassnahmen beim Staatspersonal deshalb bereits auf Ende dieses Jahres aufheben, hiess es. Das Geld dafür sei vorhanden.

Die Kundgebung richtete sich auch gegen den Abbau bei der Bildung und Einschnitte beim Pflegepersonal des Freiburger Spitals. Zur Kundgebung auf dem Pythonplatz aufgerufen hatten der Personalverband der Staatsangestellten (Fede) und der Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD).

Streit der Gewerkschaften

Die beiden Organisationen liegen sich im Kanton Freiburg seit Jahren in den Haaren. Der Streit geht auf 2013 zurück, als die Fede eine Demonstration des VPOD gegen die Sparmassnahmen nicht unterstützte. Die Fede wollte damals den mit der Kantonsregierung gefundenen Kompromiss nicht gefährden.

Im Frühling dieses Jahres erreichte der Streit seinen Höhepunkt, als der VPOD den Austritt aus der Fede beschloss. An der Demo vom Freitag ging der VPOD mit seinen Forderungen weiter als der Fede.

(sda/mbü)

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