Das Brexit-Votum wird nach Einschätzung der britischen Regierungschefin Theresa May der heimischen Wirtschaft zu schaffen machen. «Vor uns liegen schwere Zeiten», sagte May am Sonntag zu Journalisten auf ihrem Weg zum G20-Gipfel im chinesischen Hangzhou.

Die jüngsten Konjunkturdaten seien zwar nicht so schlecht wie von einigen Experten befürchtet ausgefallen. Daraus könne man aber nicht schliessen, dass es keinen Gegenwind geben werde. Eine fiskalische Antwort auf das Brexit-Votum hänge von den Konjunkturdaten ab. Im Herbst wolle sich die Regierung zum Etat äussern, wenn sie einen besseren Überblick habe.

Schwächeres Pfund hilft der britischen Industrie

Die britische Industrie hatte nach dem ersten Brexit-Schock dank des schwächeren Pfund zuletzt viel Boden gut gemacht. Auch die britische Bauwirtschaft erholte sich und die Stimmung bei den Unternehmen in Grossbritannien verbesserte sich wieder leicht. Beim Referendum am 23. Juni hatten 52 Prozent der Briten für den EU-Ausstieg votiert.

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(sda/me)