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Entscheid
Mega-Pipeline Keystone: Barack Obama sagt Nein

Obama: Er hält die Pipeline nicht für sinnvoll. Keystone

Barack Obama spricht ein Machtwort: Die Keystone-Pipeline von Kanada in die USA wird nicht gebaut. Damit zieht der Präsident einen Schlussstrich unter einen Streit, den die USA seit Jahren entzweit.

Veröffentlicht am 06.11.2015

Nach mehr als sieben Jahren Debatte hat US-Präsident Barack Obama der umstrittenen Öl-Pipeline Keystone XL von Kanada in die USA eine Absage erteilt. Die Leitung würde «keinen bedeutenden langfristigen Beitrag zu unserer Wirtschaft leisten», erklärte er am Freitag.

Weder würden für den Konsumenten die Benzinpreise sinken noch würde die Energie-Versorgung der USA sicherer werden. Umweltschützer lobten die Entscheidung. Dagegen zeigte sich der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau enttäuscht. Das Unternehmen TransCanada, das den Bau beantragt hat, reagierte ungehalten. «Die Rhetorik hat die Vernunft besiegt», hiess es in einer Erklärung.

Thema im Wahlkampf

Der Streit dürfte auch nach Obamas Entscheidung im US-Wahlkampf eine Rolle spielen. Republikanische Präsidentschaftsbewerber wie Jeb Bush, Marco Rubio und Bobby Jindal kritisierten den Präsidenten bereits Minuten nach der Ankündigung scharf.

TransCanada wollte über die Pipeline mehr als 800'000 Fass Öl pro Tag aus Alberta und dem US-Bundesstaat North Dakota zu Raffinerien in Illinois und langfristig bis hinunter zum Golf von Mexiko transportieren. Der grenzüberschreitende Abschnitt muss vom US-Präsidenten genehmigt werden. Der 2008 gestellte Antrag liess das Projekt allerdings in den USA zum Zankapfel werden zwischen den Gegnern, die massive Umweltschäden befürchteten, und den Befürwortern, die sich eine gesicherte Energieversorgung und Tausende Arbeitsplätze versprachen.

Seit 2008 ist der Ölpreis von mehr als 100 Dollar je Barrel auf etwa 44 Dollar eingebrochen. Zudem haben die USA auch ihre heimische Produktion um etwa 80 Prozent gesteigert.

(reuters/mbü)

 

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