Sieben von zehn Einwohner der Schweiz sprechen sich dafür aus, dass Homosexuelle auch die Ehe eingehen dürfen sollen. Das geht aus einer Umfrage hervor, welche die Schwulenorganisation Pink Cross in Auftrag gab. Die Zustimmung blieb damit gegenüber dem Vorjahr stabil.

In der Erhebung, welche Pink Cross den Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» vorlegte, bejahten 69 Prozent die Frage «Soll die Zivilehe für gleichgeschlechtliche Beziehungen geöffnet werden?». 25 Prozent lehnten dies ab, 6 Prozent äusserten keine Meinung.

Konservative Männer

Gegenüber einer Umfrage, die Pink Cross im Frühjahr 2015 veröffentlichte, ist die Zustimmung damit geringfügig gesunken: Damals sagten 71 Prozent der Befragten Ja oder eher Ja zur Ehe für Homosexuelle.

Frauen befürworten die Homo-Ehe damals wie heute leicht häufiger als Männer. Bei den Parteien reicht die Zustimmung von 59 Prozent (SVP) bis zu 94 Prozent (Grüne). Für die jüngste Befragung wurden 1011 Personen im April und Mai 2016 vom Forschungsinstitut GFS interviewt.

Umstrittene Stiefkindadoption

Tiefer als zur Ehe fiel die Zustimmung zur sogenannten Stiefkindadoption aus, die das Parlament bereits verabschiedet hat und gegen die ein Referendum aus rechtskonservativen Kreisen gescheitert ist.

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50 Prozent der Befragten sind einverstanden damit, dass Homosexuelle das Kind ihres Partners oder ihrer Partnerin adoptieren dürfen. 39 Prozent sind dagegen.

(sda/ise)