Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den US-Autokonzern General Motors (GM) für seine geplanten Milliardeninvestitionen in die deutsche Tochter Opel Delobt. Merkel habe sich bei einem Treffen mit der GM-Führung zudem von der Innovationskraft der Opel-Mitarbeiter überzeugt gezeigt, erklärte ihr Sprecher Steffen Seibert. Die Kanzlerin traf GM-Chef Daniel Akerson und weitere Manager.

GM hatte am Mittwoch angekündigt, 4 Milliarden Euro in sein kränkelndes Europageschäft zu investieren. Der Grossteil soll in neue Modelle gesteckt werden. GM wollte Opel im Jahr 2009 eigentlich verkaufen, entschied sich dann aber um und saniert die Tochter unter eigener Regie.

Dazu verständigte sich das Management mit der IG Metall auf einen Sparplan, der die Verschiebung von Lohnerhöhungen vorsieht. Im Gegenzug erhalten die Werke Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach mehrjährige Produktionszusagen. In Bochum soll die Autoherstellung dagegen Ende 2014 eingestellt werden. Dort hatte die Belegschaft als einzige dem Sanierungsplan von GM nicht zugestimmt. 

(tno/reuters)