Frankreich und Deutschland haben sich zufrieden über die weitgehende Einhaltung der Waffenruhe in der Ostukraine geäussert. Allerdings gebe es einzelne Vorfälle, die rasch abgestellt werden müssten, erklärte das französische Präsidialamt am Sonntag in Paris. Die in Minsk vereinbarte Waffenruhe war in der Nacht zu Sonntag in Kraft getreten. In Donezk schwiegen die Waffen. In der zuletzt heftig umkämpften Stadt Debalzewe, wo Regierungssoldaten eingeschlossen sind, waren jedoch Schüsse zu hören. Dort sagte ein Rebellenführer, man werde die Waffenruhe nicht akzeptieren.

In Minsk hatten am Donnerstag Russlands Präsident Wladimir Putin, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, Frankreichs Staatschef Francois Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Friedensplan ausgehandelt. Er sieht unter anderem eine entmilitarisierte Pufferzone, den Abzug von Artillerie sowie den Austausch von Gefangenen vor. Die Rebellenhochburgen Donezk und Luhansk sollen weitreichende Autonomierechte erhalten.

(reuters/dbe)