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Verstummt
Mexikanischer Journalist von Unbekannten ermordet

Journalistenmord: Medien fordern Aufklärung (Symbolbild).  Mitch Barrle/CC/Flickr

Der 71-jährige Journalist Maximino Rodriguez Palacios wurde auf offener Strasse erschossen. Wie gefährlich Mexiko für kritische Stimmen ist, zeigt eine Rangliste von Reporter ohne Grenzen.

Veröffentlicht am 15.04.2017

Unbekannte haben in Mexiko erneut einen Journalisten auf offener Strasse erschossen. Maximino Rodríguez Palacios wurde am Freitag vor einem Geschäft im Bundesstaat Baja California Sur im Nordwesten des Landes getötet, als er mit seinem Auto dort hielt.

Das berichtete sein Arbeitgeber, das Nachrichtenportal «Colectivo Pericu», berichtete. Seine Frau, die auf einen Rollstuhl angewiesen sei, sei bei dem Mordanschlag in der Stadt La Paz dabei gewesen, selbst aber unverletzt geblieben. 

Aufklärung gefordert

Die mexikanische Staatsanwaltschaft bestätigte den Mord an dem 71-jährigen Journalisten. Die Ermittler untersuchten derzeit Patronenhülsen vom Tatort. Dem Nachrichtenportal zufolge sollen die Täter schwere Waffen verwendet haben.

Ersten Berichten zufolge fielen die Schüsse auf Rodríguez, als dieser auf einem Behindertenparkplatz hielt und nach einem Rollstuhl für seine Frau fragte. «Colectivo Pericu» forderte die Behörden auf, die Tat aufzuklären sowie «die vielen anderen Verbrechen, die nicht geahndet wurden». 

Traurige Bilanz

Mit Rodríguez ist bereits der vierte Journalist innerhalb von sechs Wochen in Mexiko getötet worden. Mexiko wird von Drogenkriminalität geplagt und steht nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) bei der Zahl getöteter Journalisten an dritter Stelle hinter Syrien und Afghanistan. Eine RSF-Sprecherin in Mexiko sagte, Rodríguez habe in seiner langen Karriere «sehr stark, sehr kritisch» berichtet.

(sda/jfr)

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