Michel Platini, ehemaliger Spielmacher der Equipe Tricolore und dreimal Europas Fussballer des Jahres, steht vor dem grossen Karrieresprung. Der Präsident des europäischen Fussballverbands Uefa hat allerbeste Chancen, Nachfolger von Joseph Blatter nächster Präsident des Weltfussballverbands zu werden.

Laut internen Quellen ist derzeit kein Präsidentschaftskandidat auszumachen, der den Franzosen am Wahltag vom 26. Februar 2016 ernsthaft konkurrenzieren könnte. Der 60-Jährige hat die Unterstützung diverser Konföderationspräsidenten und mehrerer Exekutivkomitee-Mitglieder. Zudem steht der mächtige Deutsche Fussball-Bund hinter seiner Kandidatur. Auch Adidas-Chef Herbert Hainer setzt sich für den Franzosen ein. Adidas ist seit Jahrzehnten wichtigster Fifa-Sponsor.

Domenico Scala vor neuer Aufgabe

Derweil steht der Schweizer Domenico Scala vor einer neuen Aufgabe. Der frühere Chef von Nobel Biocare wurde von den Konföderationspräsidenten angefragt, ob er die Reform-Taskforce der Fifa präsidieren will. Das Gremium muss zuhanden des Exekutivkomitees die nächsten Reformschritte vorbereiten.

Anzeige

Es setzt sich aus zehn Mitgliedern aus den Konföderationen zusammen und soll von einem unabhängigen Externen präsidiert werden. Scala leitet derzeit das Audit-and-Compliance-Komitee des Weltfussballverbands.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.