Der Milchmarkt soll in Zukunft ohne Hilfsgelder auskommen. Der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BOM) hat seinen 86 anwesenden Delegierten in Bern diesen Entscheid kommuniziert.

Bis zum 30. April wird mit der verursachergerechten Abgabe der Fonds Marktentlastung gespiesen. Dies zusätzlich zum solidarischen Beitrag von 1 Rappen, der pro Kilogramm Milch erhoben wird. Mit den Mitteln des Fonds sollen beim Export von Butter und anderen fetthaltigen Produkten 80 Prozent der Differenz zwischen dem inländischen Preis und dem Weltmarktpreis abgegolten werden.

Ab dem 1. Mai wird der BOM-Vorstand bei einer Überproduktion ad hoc nach Lösungen suchen müssen. Zu diesem Entscheid sei es nicht ohne Diskussionen gekommen. Die verschiedenen Fronten bestünden aber weder zwischen Produzenten und Händlern noch zwischen den verschiedenen Regionen, sagte BOM-Geschäftsführer Daniel Gerber auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

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Die anwesenden Delegierten konnten auch über finanzielle Aspekte entscheiden. Ein einmaliger Beitrag für die Datenerhebung und Kontrolle der Segmentierung sowie die Erhöhung des variablen Mitgliederbeitrags ab 2014 auf maximal 0,014 Rappen pro Kilo wurden mit je drei Gegenstimmen deutlich angenommen.

Präsident bestätigt

Haupttraktandum der BOM-Delegiertenversammlung war die Erneuerungswahl des Vorstands. André Aeby und Christian Burren wurden neu ins Gremium aufgenommen.

Aeby vertritt in der Interessengruppe Produktion von nun an die Schweizer Milchproduzenten (SMP) und Prolait, Burren die Berner Emmi Milchproduzenten (BEMO). Der bisherige BOM-Vizepräsident, Andreas Hitz, und Vorstandsmitglied Roland Werner standen für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung.

BOM-Präsident Markus Zemp wurde einstimmig für weitere vier Jahre bestätigt, wie die Organisation mitteilte. Auch die personelle Zusammensetzung der Interessengruppe Verarbeitung/Handel blieb unverändert.

(vst/awp)