Wikileaks zerrt ab heute das Sicherheitsinstitut Strategic Intelligence (Stratfor) ins Rampenlicht. Der Firma wurden mehr als 5 Millionen E-Mails entwendet. Laut dem Stratfor-Vorsitzenden George Friedman enthielten die E-Mails kaum wichtige Daten. Wikileaks-Frontmann Julian Assange ist da anderer Meinung und kündigte die Veröffentlichungswelle unter dem Namen «The Global Intelligence Files» oder «Gifiles» an.

Die entwendeten Daten betreffen den Zeitraum Juli 2004 bis Dezember 2011. Laut Wikileaks würden sie das innere Wirken des Instituts aufzeigen, das sich gegen aussen als Verleger von Stategie-Expertisen präsentiere, in Wahrheit aber grosse Firmen wie Dow Chemical, Lockheed Martin, Northrop Grumman, Raytheon, die US Marines oder auch zivilen US-Behörden mit vertraulichen, geheimdienst-ähnlichen Leistungen versorge.

Die E-Mails würden unter anderem Informanten sowie Bezahlstrukturen und dazugehörige Geldwäsche-Techniken offenlegen. Angeblich sollen die Daten auch zeigen, wie Wikileaks-Gründer Julian Assange von der US-Regierung angegriffen wurde.

Für die Bezahlung ihrer globalen Informanten aus Diplomatie-, Presse- und Regierungskreisen soll sich Stratfor regelmässig auch Schweizer Bankenstrukturen bedient haben.

(chb/tno)