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Untersuchung
Millionenzahlung der Fifa für Michel Platini

Michel Platini: Der Franzose bekam mehr als eine Million von der Fifa.   Keystone

Über eine Million Franken liess sich Michel Platini die Miete eines Büros in Paris kosten. Gezahlt wurde von der Fifa. Nun ermittelt die Bundesanwaltschaft zusammen mit französischen Kollegen.

Von Stefan Barmettler
am 16.03.2016

Die Fifa hat in den Jahren 1998 bis 2002 eine Überweisung in der Höhe von über einer Million Franken an den damaligen Fifa-Berater Michel Platini geleistet. Das Geld soll für die Miete eines Büros für Platini im Gebäude des französischen Fussballverbands FFF in Paris vorgesehen gewesen sein.

Ob die Millionenzahlung aus Zürich tatsächlich für die Büromiete verwendet wurde oder ob es sich um eine verdeckte Zahlung handelte, will die Bundesanwaltschaft in Bern herausfinden. Deshalb hat sie die französischen Untersuchungsbehörden um Rechtshilfe gebeten. Diese haben vor wenigen Tagen beim FFF eine Hausdurchsuchung vorgenommen und Unterlagen beschlagnahmt.

Mögliche Stolperfalle

Weshalb Platini, der am Genfersee lebt und in Nyon arbeitet, Büroräumlichkeiten in Paris anmietete, ist eine offene Frage. Geklärt wird nun auch, ob das für die Miete bestimmte Geld tatsächlich in der Kasse des französischen Fussballverbands landete. Falls dem nicht so wäre, drohte Platini der nächste Ärger.

Vor ein paar Wochen stolperte der Franzose (und mit ihm Fifa-Präsident Joseph Blatter) über eine 2-Millionen-Überweisung. Der Deal, der ohne Vertrag und ohne Niederschlag in der Fifa-Buchhaltung abgewickelt worden war, führte zu einer mehrjährigen Sperre sowie Bussen für Platini und Blatter.

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