Bei einem Anschlag auf zwei beliebte Restaurants in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind nach Polizeiangaben mindestens 20 Menschen getötet und 35 weitere verletzt worden. Ein Selbstmordattentäter jagte sein Auto vor dem Eingang eines Hotel-Restaurant-Komplexes in die Luft.

Durch die Explosion sei auch ein benachbartes Restaurant getroffen worden, berichtete die Polizei der Nachrichtenagentur DPA. Extremisten hielten in einem Restaurant auch stundenlang Geiseln gefangen. Fünf Angreifer starben, als die somalischen Sicherheitskräfte das Restaurant stürmten, wie ein Polizist sagte. Die Terrormiliz Al-Shabaab bekannte sich über den Radiosender Al Andalus zu dem Attentat. Die angegriffenen Ziele seien Nachtclubs, in denen nicht-islamische Geschäfte betrieben würden, hiess es.

Ausländer unter den Gästen

Mindestens zwei Angreifer wurden Behördenangaben zufolge erschossen. Sicherheitskräfte gingen davon aus, dass bewaffnete Angreifer beide Restaurants gestürmt hätten und in einem der Gebäude noch Geiseln gehalten würden. Es sei jedoch sehr schwer, sie zu befreien, da die Verdächtigen den Strom abgestellt hätten, erklärte ein Polizist.

Aus einem Restaurant wurden einige Personen gerettet, wie ein Sicherheitsmitarbeiter sagte. Unter ihnen seien Kenianer und Äthiopier gewesen.

Kampf um Vorherrschaft

Die sunnitischen Extremisten von Al-Shabaab kämpfen seit Jahren um die Vorherrschaft in Somalia, um dort einen sogenannten Gottesstaat zu errichten. Sie führen immer wieder Angriffe und Anschläge in dem Staat am Horn von Afrika aus. Beim Kampf gegen die Terroristen sind bereits Tausende Menschen ums Leben gekommen.

Die Mission der Afrikanischen Union für Somalia hat mehr als 20'000 Soldaten in dem Land stationiert, um der Regierung im Kampf gegen Al-Shabaab zu helfen.

(sda/chb/ise)

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