1. Home
  2. Politik
  3. #mintthecoin: Billion-Dollar-Münze soll die USA retten

Politik

#mintthecoin: Billion-Dollar-Münze soll die USA retten

Eine Dollar-Münze wird in der Produktion begutachtet - in diesem Fall nicht aus Platin. (Bild: Keystone)

Obama-Anhänger schlagen im Kampf gegen die Zahlungsunfähigkeit der USA die Ausnützung einer Gesetzeslücke vor. Die Idee findet prominente Befürworter - und wird nicht nur auf Twitter bereits heiss dis

Veröffentlicht am 05.01.2013

Im US-Schuldenstreit zwischen Republikanern und Demokraten tauchen immer bizarrere Vorschläge auf. Die jüngste Idee der Obama-Anhänger: Im Kampf gegen die Zahlungsunfähigkeit soll die Regierung eine Eine-Billion-Dollar-Münze prägen lassen. «Der Plan hat prominente Befürworter», schreibt das deutsche Nachrichtenmagazin «Spiegel Online».

Die Idee ist nicht neu - bereits im vergangenen Sommer kursierte sie. Durch die fast dramatische Haushaltssituation der USA findet sie nun aber breite Aufmerksamkeit - so beispielsweise im Internet. «Die Platin-Option» titelte die «Huffington Post», Bloomberg-Blogger Josh Barro nannte sie eine «interessante Lösung» - und wer beim Kurznachrichtendienst Twitter nach dem Hashtag #Mintthecoin sucht, trifft auf einen regen Dialog.

Auch auf politischer Ebene wird ernst gemacht: Eine entsprechende Petition wurde lanciert. Allerdings haben bisher erst knapp 3400 Personen diese unterzeichnet - 25'000 sind nötig.

Die 1-Billion-Dollar-Münze soll die Zahlungsunfähigkeit verhindern. Ist sie einmal geprägt, soll diese auf dem Konto der US-Regierung bei der amerikanischen Notenbank Fed hinterlegt werden. Danach müssten die USA vorerst keine neuen Schulden mehr aufnehmen.

Die Ausgabe von Banknoten und Münzen ist Sache der Fed. Im Gesetz gibt es aber eine Ausnahme oder Lücke: Das Finanzministerium darf Platin-Münzen prägen lassen - und gleichzeitig auch Aussehen und Nennwert bestimmen. Der Passus wurde für Gedenkmünzen geschaffen - und könnte nun den Demokraten politisch helfen.

«Die Idee ist zwar lächerlich, aber nicht absurder als die Drohung der Republikaner, Amerika in die Pleite rauschen zu lassen», schreibt «BusinessInsider»-Gründer Henry Blodget.

Prominentester Anhänger der Idee ist Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman, der sich auf seinem Blog der «New York Times» für die Münze ausgesprochen hatte. Gegner befürchten - nebst dem Gesetzesmissbrauch - auch Inflation. Diese Angst sei unbegründet, halten Befürworter der Idee dagegen, weil das Geld ja nicht in Umlauf komme.

(vst)

Anzeige