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Kirche
Missbrauch durch Priester führt zu Bankrott

Kirchenfenster in Helena: Nun ist die Diözese pleite.   Diözese Helena

Wegen Zahlungen in Millionenhöhe an die Opfer sexuellen Missbrauchs muss eine katholische Diözese in den USA Konkurs anmelden. Die Fälle dieser Art häufen sich.

Veröffentlicht am 01.02.2014

Die katholische Diözese Helena im US-Bundesstaat Montana ist pleite. Es ist die elfte Diözese, die in den USA nach teuren Gerichtsverfahren in finanzielle Schieflage geraten ist. Helena reichte ihren Insolvenzantrag bei Gericht ein, wie der TV-Sender NBC berichtet. Der Schritt erfolgt im Zusammenhang mit einer Entschädigungszahlung über 15 Millionen Dollar.

Bis in die 1980er Jahre sollen in Helena 362 Kinder durch Priester, Nonnen und andere Mitarbeiter missbraucht worden sein. Weitere 2,5 Millionen Dollar wurden für mögliche weitere Betroffene zur Seite gelegt, die Missbrauchsfälle bisher verschwiegen haben. Helenas Bischof George Leo Thomas entschuldigte sich schriftlich bei den Opfern. Er wolle die mehr als 30 Jahre alten Unterlagen durchpflügen und klären, ob «Versäumnisse der Führung» beabsichtigt waren.

(sda/se)

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