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Gentest
Mit dem Ja zu PID schliesst die Schweiz international auf

Gentest: Das Stimmvolk sagt ja zu PID. Keystone

Das Verbot, Eizellen auf Erbkrankheiten zu untersuchen, ist hinfällig. Mit dem Ja zur Diagnostik vor dem Einpflanzen von Embryos baut die Schweiz Schwellen zu anderen Staaten ab.

Veröffentlicht am 05.06.2016

Bisher war die Präimplantationsdiagnostik (PID) in der Schweiz strikt verboten. Mit dem Ja zur Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes schliesst die Schweiz zum Rest von Europa auf. Die Untersuchung künstlich befruchteter Embryos auf Erbkrankheiten ist inzwischen nahezu in allen Ländern erlaubt. In Österreich sind die Tests grundsätzlich nicht zulässig. In Italien gilt ein Verbot, das gemäss verschiedenen Gerichtsurteilen unzulässig ist.

Das Aneuploidie-Screening, die Untersuchung auf numerische Chromosomenstörungen, ist ebenfalls in vielen Ländern erlaubt. Nicht zulässig ist das Verfahren in Frankreich, Griechenland, den Niederlanden und Norwegen. In Irland und Luxemburg fehlen explizite Regelungen, dort wird grundsätzlich keine PID durchgeführt.

Auswahl nach Geschlecht in den USA

In Österreich darf PID seit 2015 ausschliesslich zur Behebung erblich bedingter Unfruchtbarkeit eingesetzt werden. In den USA gibt es nur in wenigen Bundesstaaten ein Verbot, entsprechend liberal wird die Präimplantationsdiagnostik gehandhabt. Die Embryos werden beispielsweise nach Geschlecht ausgewählt.

(sda/me)

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