Um das Fliegen in Europa günstiger und umweltschonender zu machen, wird die EU bis zu drei Milliarden Euro in das Luftverkehrsmanagement investieren. Weil es noch immer keinen einheitlichen europäischen Luftraum gebe, legten Flugzeug pro Flug im Durchschnitt 42 Kilometer mehr zurück als notwendig, erklärte ein Sprecher der EU-Kommission am Freitag in Brüssel.

Dies bedeute zusätzliche Flugzeit, einen höheren Verbrauch von Kerosin und mehr Ausstoss von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid (CO2).

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Einheitlicher Luftraum ist alternativlos

Von den Fördergeldern sollen Fluggesellschaften, Flughafenbetreiber und Flugsicherungsorganisationen profitieren, die das derzeitige Luftverkehrsmanagement durch gemeinsame Projekte verbessern. Widerstand kommt allerdings von Lotsen, die den Wegfall von Arbeitsplätzen befürchten.

Die zuständige EU-Kommission Violeta Bulc sieht den einheitlichen Luftraum als alternativlos an. «Jeder Wandel bringt ein bisschen Widerstand mit sich», kommentierte sie am Freitag. «Das ist normal.»

(sda/ise/ama)