Nach Vorwürfen des Steuerbetrugs in grossem Umfang zahlt die spanische Starsopranistin Montserrat Caballé laut Medienberichten ein Bussgeld von 240'000 Euro. Die Summe sei Teil einer Absprache zwischen der 81-jährigen Operndiva und der Justiz, berichteten spanische Medien.

Zu der Vereinbarung gehöre auch, dass Caballé eine Haftstrafe von sechs Monaten akzeptiere, die sie aber nicht antreten müsse. Die Justiz war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Lohn nach Andorra überwiesen

Caballé soll eine halbe Million Euro Steuern hinterzogen und diese Summe bereits nachgezahlt haben. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft soll die Sängerin im Jahr 2010 mehrere Konzerte im Ausland gegeben und sich das Honorar dafür nach Andorra überweisen lassen haben.

Dabei soll Caballé vorgetäuscht haben, in Andorra zu wohnen, obwohl sie in Barcelona ansässig war. Die Sängerin wies die Vorwürfe zwar zurück, zahlte aber bereits im Mai 300'000 Euro an den Fiskus.

Gesundheitlich angeschlagen

Caballé ist seit den 70er Jahren eine der bekanntesten Opernsängerinnen der Welt. Sie stammt aus einfachen Verhältnissen. Gesundheitlich ist sie inzwischen angeschlagen, weshalb ein Richter sie im Mai zu Hause befragte.

(sda/dbe)