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Nafta-Verhandlungen sollen im August starten

US-Grenze zu Mexiko: Das Freihandelsabkommen Nafta war 1994 in Kraft getreten. Keystone

US-Präsident Donald Trump will das Freihandelsabkommen mit Kanada und Mexiko doch nicht aufkünden. Bald soll dieses aber neu verhandelt werden.

Veröffentlicht am 19.07.2017

Die USA und ihre Nachbarländer Kanada und Mexiko wollen vom 16. August an ihr gemeinsames Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln. Das gab der Handelsbeauftragte des Weissen Hauses, Robert Lighthizer, am Mittwoch in Washington bekannt.

Vom 16. bis 20. August soll die erste von mehreren Verhandlungsrunden stattfinden. Die Verhandlungen auf US-Seite soll der bereits seit 1988 im Weissen Haus für den Amerika-Handel zuständige John Melle führen.

Handelsdefizit reduzieren

Das Freihandelsabkommen Nafta war am 1. Januar 1994 in Kraft getreten. US-Präsident Donald Trump hatte nach seiner Wahl von einer ursprünglich erwogenen Aufkündigung im Zuge seiner nationalistischen Wirtschaftspolitik abgesehen und erklärt, er wolle das Abkommen modernisieren.

Nach den vom Weissen Haus veröffentlichten Verhandlungszielen soll vor allem das Handelsdefizit mit Kanada und Mexiko reduziert werden. Der zollfreie Warenverkehr, etwa für Industrie- und Agrargüter soll weiterhin gewährleistet werden. Die USA wollen sich staatliche Subventionen genauer ansehen, die möglicherweise zu Handelsvorteilen für mexikanische oder kanadische Firmen führen könnten.

Die USA hatten im vergangenen Jahr ein Handelsdefizit gegenüber Mexiko in Höhe von mehr als 64 Milliarden Dollar. In den ersten fünf Monaten 2017 fielen schon wieder 30 Milliarden Dollar an. Das US-Handelsdefizit mit Kanada fiel mit knapp 11 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr deutlich geringer aus.

(sda/cfr)

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