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Nationalbank baut Devisenbestände ab

Die Nationalbank stösst ihre Devisen ab. (Bild: Keystone)

Die Nationalbank hat die festgesetzte Euro-Untergrenze bei 1.20 Franken bisher erfolgreich verteidigt. Nun bauen die Währungshüter Devisenbestände ab.

Veröffentlicht am 31.01.2012

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vierten Quartal 2011 Devisenbestände abgebaut. Vom Jahreshöchststand im Oktober bei 305,3 sanken die Fremdwährungspositionen bis zum 31. Dezember auf 257,5 Milliarden Franken. Damit liegen sie aber immer noch rund 50 Milliarden Franken höher als Ende 2010.

Ganze 57 Prozent der Mittel, welche die SNB Ende Dezember 2011 ausländischen Währungen hielt, waren am Stichtag Euros. Somit besass die Notenbank umgerechnet 146,7 Milliarden Franken in der Gemeinschaftswährung.

Rund ein Viertel oder umgerechnet 59 Milliarden Franken der Bestände bestanden aus amerikanischen Dollars, wie aus dem am Dienstag publizierten Zahlen hervorgeht. Grössere Bestände hielt sie zum Jahresende in japanischen Yen, britischem Pfund und Kanada-Dollars.

Die SNB hat zur Schwächung des Frankenkurses gegenüber anderen Währungen 2011 in die Geldmärkte eingegriffen und Anfang September erklärt, die Untergrenze von 1.20 Franken zum Euro mit all ihren Möglichkeiten zu verteidigen, also gegebenenfalls auch mit Devisenkäufen. Die Bewegungen in der Bilanz kommentiert die SNB allerdings nicht.

(muv/tno/sda)

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