Die europäischen Nato-Mitglieder haben angesichts einer international angespannten Sicherheitslage ihr Sparprogramm bei Verteidigungsausgaben reduziert. Nach Berechnungen des Hauptquartiers in Brüssel haben die 26 europäischen Mitglieder der Allianz im vergangen Jahr rund 253 Milliarden Dollar investiert, nur etwa 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Dies sei eine positive Entwicklung angesichts der jahrelangen starken Kürzungen, sagte der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei der Vorstellung des Jahresberichts am Donnerstag. Dennoch müsse mehr getan werden. Er forderte von den Mitgliedstaaten, wie vereinbart mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) in die Verteidigung zu stecken.

Unsichere Lage

Das vergangene Jahr habe gezeigt, wie Unruhen in Drittstaaten direkt die Sicherheit der Nato-Länder beeinträchtigen könnten, sagte Stoltenberg. Dabei verwies er unter anderem auf die Terroranschläge in Städten wie Paris und Ankara, die Flüchtlingskrise und Russlands militärische Aktivitäten in Osteuropa und Syrien. «Die Lage im Osten und Süden ist die grösste Herausforderung für unsere Sicherheit seit einer Generation.»

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(sda/ise)