Die Nato kann einen russischen Truppenabzug aus dem Grenzgebiet zur Ukraine nicht bestätigen. Dafür lägen bislang keine Anzeichen vor, sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Mittwoch bei einem Besuch in Polens Hauptstadt Warschau.

Er fordere Russland deshalb weiterhin auf, seine Truppen entlang der ukrainischen Grenze abzuziehen und die Unterstützung der Separatisten einzustellen, sagte Rasmussen nach Angaben der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte zuvor erklärt, es befänden sich keine russischen Truppen mehr an der ukrainischen Grenze.

«Herausforderung für die Sicherheit Europas»

Rasmussen verteidigte die Verlegung von Schiffen und Flugzeugen zum Schutz von Polen und anderen östlichen Nato-Mitgliedstaaten. «Russlands rechtswidrige und illegitime Aggression gegen die Ukraine ist die grösste Herausforderung für die Sicherheit Europas in einer Generation», sagte er nach einem Treffen mit Polens Aussenminister Radoslaw Sikorksi und Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak.

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Die Nato sei zudem zu weiteren Massnahmen bereit, die der Stärkung der Sicherheit in Europa dienen, sagte Rasmussen. Er sprach dabei von verstärkten Übungen, aktualisierten Verteidigungsplänen und der angemessenen Entsendung von Truppen.

(sda/dbe)