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Abstimmung
Nein zur USR III: 200'000 Jobs in Gefahr

Werkplatz Schweiz: Setzt auf ein Ja bei der Steuerreform. Keystone

Eine Studie warnt vor einer Ablehnung der Steuerreform. Ein Nein würde kurzfristig hunderttausende Stellen gefährden und ein Milliardenloch in den Sozialversicherungen hinterlassen.

Veröffentlicht am 16.01.2017

Ein Nein zur Unternehmenssteuerreform III hätte laut einer neuen Studie im Auftrag des Wirtschaftsverbandes Economiesuisse deutlich negativere Folgen als bislang angenommen. Das Forschungsinstitut BAK Basel schätzt, dass hierzulande kurzfristig 194'000 Arbeitsplätze gefährdet sein könnten.

Einen Einnahmeausfall von mehr als fünf Milliarden Franken entstünde laut BAK Basel auch bei den Sozialversicherungen. Eine «erfolgreiche» Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III sichere dagegen langfristig eine Wertschöpfung von 160 Milliarden Franken und rund 850'000 Stellen, schreiben Economiesuisse und der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) in einer gemeinsamen Mitteilung.

Zentrale Vorlage

Aus Sicht der Befürworter zeigt die Studie, wie viel bei der Abstimmung auf dem Spiel steht. Die Reform sei eine zentrale Vorlage für die ganze Schweiz, sagten SGV-Direktor und Zürcher FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler laut Redetext vor den Medien in Bern.

Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer betonte die grosse Chance für den Innovations- und Hightechstandort Schweiz. «Bei einem Ja werden all jene Firmen gestärkt, die hier in unserem Land forschen, neue Innovationen hervorbringen und zukunftsträchtige Arbeitsplätze schaffen», wird Karrer in der Mitteilung zitiert.

Steuerausfälle befürchtet

Mit der Unternehmenssteuerreform reagieren Parlament und Bundesrat auf den internationalen Widerstand gegen Teile des Schweizer Steuersystems. Ersatzmassnahmen sollen sicherstellen, dass die betroffenen Firmen nicht wegziehen.

Gegen das Gesetz hat die Linke das Referendum ergriffen, weil sie hohe Steuerausfälle befürchtet.

(sda/ise/chb)

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