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Subvention
Nestlé lobbyiert für höhere Exportsubventionen

Nestlé-Schokolade: Hoch subventioniert.  Keystone

Der Nahrungsmittelriese fordert, dass der Bund die Ausfuhrbeiträge um 20 Millionen Franken aufstockt. Grund dafür ist der Zerfall des Milchpreises im Ausland.

Von David Vonplon
am 05.11.2014

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé fordert vom Bund höhere Subventionen für die Ausfuhr von Schokolade, Babynahrung und Guetzli. Zusammen mit der Fial, der Föderation der Nahrungsmittelindustrie, und dem Bauernverband startet er in diesen Tagen eine Lobbying-Offensive im Parlament.

Die derzeit vom Bund jährlich zur Verfügung gestellten Ausfuhrbeiträge über 70 Millionen Franken würden nicht ausreichen, monieren die Beteiligten auf Anfrage der «Handelszeitung». Sie fordern, dass das Parlament das Budget für das sogenannte «Schoggi-Gesetz» um 20 Millionen Franken erhöht.

Inländische Milchprodukte sind teurer

Mit dem «Schoggi-Gesetz» entschädigt der Bund Nahrungsmittelexporteure dafür, dass sie Rohstoffe wie Milch und Weizen im geschützten Schweizer Agrarmarkt zu deutlich überhöhten Preisen beziehen müssen. In den letzten Monaten ist der Milchpreis auf den internationalen Märkten unter Druck geraten. Als Folge davon haben sich inländisches Milchpulver und Butter im Vergleich zum Ausland stark verteuert.

Nestlé Schweiz erhält vom Bund jährlich Ausfuhrbeiträge von ca. 20 Millionen Franken. Der Konzern ist damit der grösste Subventionsempfänger.

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