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Naher Osten
Netanjahu bleibt an der Spitze von Israel

Benjamin Netanjahu beim Besuch in den USA: Er bleibt wohl Ministerpräsident. Keystone

Sieg des Bisherigen: Der israelische Ministerpräsident konnte die Wahl zum Schluss doch noch gewinnen. 90 Prozent der Stimmen sind ausgezählt, der linke Hoffnungsträger Izchak Herzog ist geschlagen.

Veröffentlicht am 18.03.2015

Nach Auszählung von fast 90 Prozent der Wahllokale kommt die konservative Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf 30 der insgesamt 120 Sitze in der Knesset. Das berichtete die Zeitung «Jerusalem Post».

Das Mitte-Links-Bündnis Zionistisches Lager von Izchak Herzog stellt demnach 24 Abgeordnete. Bestätigen sich diese Resultate, würde der Likud stärker abschneiden, als es die Nachwahlbefragungen der grossen Fernsehsender vermuten liessen. Diese gingen von einem Patt mit 27 oder 28 Sitzen für die zwei grössten Parteien aus.

Arabisches Parteienbündnis als Dritter

Drittstärkste Kraft würde nach den Teilergebnissen das arabische Parteienbündnis mit 13 Mandaten. Darauf folgt die Zukunftspartei von Jair Lapid mit elf Mandaten. Der ehemalige Kommunikationsminister Mosche Kachlon kam mit der neuen Partei Kulanu, die für mehr soziale Gerechtigkeit eintritt, auf zehn Abgeordnete.

Damit steuert der 65-jährige Netanjahu auf eine vierte Amtszeit zu. Allerdings steht er vor schwierigen Koalitionsverhandlungen: Er habe die Parteien des rechten Lagers zur Bildung einer verantwortungsvollen Koalition eingeladen, sagte er. Er werde sich für die Bildung einer «starken und stabilen» Regierung einsetzen.

(sda/ise/chb)

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