Die Schweizer Nationalbank (SNB) sieht sich derzeit nicht unter Druck, möglichst rasch eine neue Notenserie auszugeben. Die heutig Serie weise dank der hohen Qualitätsansprüchen noch immer einen sehr hohen Sicherheitsstandard auf, meint SNB-Direktoriumsmitglied Jean-Pierre Danthine anlässlich der geldpolitischen Lagebeurteilung laut Redetext. Der erste Wert der neuen Banknotenserie, die 50er-Note, könne frühestens im Jahr 2015 herausgegeben werden.

Der genauen Emissionstermin werde bekannt gegeben, sobald die Herstellung des ersten Notenwerts vollständig abgeschlossen sei. Eine neue Banknotenserie müsse bis 15 Jahre nach ihrer Emission sehr hohe sicherheitstechnische, qualitative und produktionstechnische Anforderungen erfüllen. Daher lohne es sich genügend Zeit zu investieren, damit sich die komplexen, technologisch neuen und bisher auf Banknoten noch nicht zur Anwendung gelangten Sicherheitsmerkmale auch im industriellen Produktionsprozess bewährten.

Eine Lanze für Orell Füssli

Gleichzeitig bricht Danthine für den Banknoten-Lieferanten Orell Füssli eine Lanze: Nachdem im Herbst vereinzelt 1000-Franken-Noten im Umlauf kamen, die während des Produktionsprozesses noch vor Fertigstellung entwendet wurden, habe Orell Füssli das Sicherheitsdispositiv überprüft und die nötigen Massnahmen ergriffen. Damit sollen solche Ereignisse künftig möglichst ausgeschlossen werden, meint der SNB-Direktor.

Anzeige

Zudem betont Danthine, dass die SNB bei der Herstellung der Schweizer Banknoten seit rund 100 Jahren mit Orell Füssli zusammenarbeite und dass die Versorgung der Schweiz mit sicheren Banknoten zu jeder Zeit gewährleistet gewesen sei und dies auch weiter so bleibe. Auch die Entwicklung der neuen Notenserie erfolge in enger Zusammenarbeit mit Orell Füssli.

(sda/se/aho)