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Kolumbien
Neue Guerilla-Gruppe rückt in frühere Farc-Zonen ein

Farc-Rebellen: Die Guerilla-Gruppe hat den bewaffneten Kampf aufgegeben. Keystone

Eine Rebellen-Gruppe geht, eine kommt: Nachdem die Farc mit der kolumbianischen Regierung ein Friedensabkommen unterzeichnet hat, soll eine neue linke Guerilla-Gruppe Gebiete des Landes besetzen.

Veröffentlicht am 21.09.2016

Nach dem Friedensschluss zwischen Kolumbiens Regierung und den Farc-Rebellen warnen Behörden vor einer Machtausweitung einer anderen Guerilla-Organisation. Es gebe ausreichend Belege, dass die linke Guerilla-Gruppe ELN Gebiete besetze, die die Farc nach ihrer Entwaffnung verlassen habe.

In Ortschaften der Departamentos Nariño im Süden und Meta im Zentrum des Landes seien kürzlich Pamphlete der ELN aufgetaucht, sagte der kolumbianische Generalstaatsanwalt Néstor Martínez der Zeitung «El Espectador».

Strenges Sicherheitsprogramm

Die Regierung werde ein strenges Sicherheitsprogramm in diesen Zonen auflegen, um zu verhindern, dass die Rebellen sich niederlassen, versicherte der Chef der Regierungsdelegation zu den Farc-Friedensverhandlungen, Humberto de la Calle. Bisher war die kleinere Guerillaorganisation hauptsächlich im Osten Kolumbiens tätig, wo sie Anschläge auf Erdölanlagen verübte und Bauern entführte. Verhandlungen für ein Friedensabkommen, wie es im August mit der Farc erreicht wurde, will die Regierung erst mit der ELN aufnehmen, wenn die Gruppe alle Geiseln freilässt.

(sda/cfr/chb)

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