Nach der Aufhebung zahlreicher internationaler Sanktionen im Zuge des Atomabkommens mit dem Iran haben die USA neue Strafmassnahmen verfügt – in diesem Fall wegen des ballistischen Raketenprogramms Teherans. Die Sanktionen richteten sich gegen elf Unternehmen und Einzelpersonen, die das Programm unterstützt hätten.

Das teilte das Finanzministeriums in Washington am Sonntag mit. Der Iran hatte im Oktober ein neues Modell einer ballistischen Rakete getestet und damit gegen eine UNO-Resolution zur Begrenzung der Entwicklung atomfähiger Raketen verstossen.

Abgenabelt vom US-Finanzsystem

Spekulationen gehen dahin, dass die USA die neuen Strafmassnahmen bis Sonntag verzögerten, um laufende Verhandlungen über die – schliesslich am Samstag erfolgte – Freilassung von US-Gefangenen im Iran nicht zu gefährden.

Die Sanktionen bedeuten, dass die betreffenden Personen und Firmen keinen Zugang mehr zum US-Finanzsystem haben und etwaige Vermögen in den USA eingefroren werden.

(sda/chb)

 

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