1. Home
  2. Neuer Streit um Pistenverlängerung in Zürich

Politik

Neuer Streit um Pistenverlängerung in Zürich

Anflug eines Airbus von Swiss auf den Flughafen in Kloten. (Bild: Keystone)

Im Zürcher Kantonsrat wurde ein Postulat für dringlich erklärt: Braucht es für die Umsetzung des Fluglärm-Staatsvertrags mit Deutschland Pistenverlängerungen - oder nicht?

Veröffentlicht am 22.10.2012

Für viele Zürcher Kantonsrätinnen und Kantonsräte ist nicht abschliessend geklärt, ob es für die Umsetzung des Fluglärm-Staatsvertrags mit Deutschland Pistenverlängerungen braucht oder nicht. Der Rat erklärte deshalb ein Postulat für dringlich, das vom Regierungsrat ein Konzept ohne Verlängerung verlangt.

Für die Dringlichkeit stimmten 94 Kantonsratsmitglieder, in erster Linie von linker und grüner Seite. 60 wären nötig gewesen. Der Regierungsrat muss nun innerhalb von vier Wochen Auskunft geben, welche Auswirkungen der Vertrag hätte, wenn die Pisten nicht ausgebaut würden.

Ein Pistenausbau wird im Staatsvertrag mit Deutschland zwar nicht explizit verlangt. Für den Flughafen Zürich und für den Bund ist aber klar, dass die heutige Kapazität nur dann aufrecht erhalten werden kann, wenn die Pisten verlängert werden.

Viele Kantonsrätinnen und Kantonsräte mögen dieser Argumentation nicht recht glauben. Sie befürchten, dass Pistenausbauten früher oder später zu Kapazitätssteigerungen führen. Es werde auch nie kommuniziert, welche Auswirkungen fehlende Pistenausbauten hätten, argumentierte die GLP, welche das Postulat eingereicht hatte.

(vst/awp)

Anzeige