Die erste Vorwahl der US-Republikaner hat Donald Trump verloren. In Iowa musste sich der umstrittene New Yorker Milliardär dem texanischen Hardliner Ted Cruz geschlagen geben. Die Wahl in dem landwirtschaftlich geprägten Bundesstaat ist zahlenmässig als eine von mehr als 50 Vorwahlen kaum bedeutend, hat aber als erste Abstimmung grosse Signalwirkung.

Für den wegen seiner populistischen und teils fremdenfeindlichen Äusserungen umstrittenen Geschäftsmann Trump wird es schwer im Rennen um die Gunst der Wähler. Und ein neuer Skandal droht nun zusätzlichen Ärger zu bringen: Eine ehemalige Kampagnenmitarbeiterin hat Klage gegen das Team des Milliardärs eingereicht, wie die «New York Times» am Tag vor den Vorwahlen berichtete. Der Vorwurf: Diskriminierung.

Diskriminierungsvorwurf gegen Trump

Konkret behauptet die 26-jährige Elizabeth Mae Davidson, dass Männer für die gleiche Arbeit mehr Geld erhalten hätten. Männliche Arbeitskollegen in einer vergleichbaren Positionen verdienen bis zum Doppelten dessen, was die junge Frau erhalten habe, schreibt die US-Zeitung. Demnach erhielt Davidson monatlich 2000 Dollar Entschädigung, ihre männlichen Kollegen hingegen bis zu 4000 Dollar.

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Lohndiskriminierung ist nicht der einzige Vorwurf: Männer seien grundsätzlich bevorzugt worden, klagt die junge Frau, die Teilzeit im Kampagnen-Team mitarbeitete und nebenher als Anwaltsassistentin ihre Brötchen verdient. Bei Kundgebungen sei den männlichen Mitarbeitern ohne ersichtlichen Grund mehr Kompetenz eingeräumt worden. Frauen seien ihres Geschlechts wegen klein gehalten worden, so der zweite Vorwurf.

Sexistische Ausrutscher und andere Skandale

Trump äusserte sich gegenüber der «New York Times» nicht zu den Vorwürfen. Er beschuldigte das Blatt indes, Stimmung gegen ihn zu machen und seine Aussichten bei den Vorwahlen trüben zu wollen. Es ist nicht der erste Skandal um Trump und seine Kampagne. Immer wieder sorgte der Polit-Rüppel für Aufsehen im Establishment – sei es mit Kommentaren zu Flüchtlingen, Muslimen oder Frauen.

Zuletzt boykottierte Trump eine Fox-TV-Debatte, weil er mit Moderatorin Megyn Kelly das Heu nicht auf derselben Bühne hat. Die Journalistin hatte ihm bei der ersten Debatte im August mit scharfen Fragen zugesetzt. Anschliessend hatte der für seine verbalen Entgleisungen bekannte Milliardär angedeutet, dass Kelly Menstruationsbeschwerden gehabt habe. «Man kann sehen, dass Blut aus ihren Augen herauskam, dass Blut wo auch immer bei ihr herauskam», hatte Trump damals gesagt.

(ise/gku/cfr)