Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat dem Schweizer Parlament am Freitagmorgen einen Besuch abgestattet. Nationalratspräsident Hansjörg Walter (SVP/TG) begrüsste sie auf der Diplomatentribüne.

Er freue sich, die Friedensnobelpreisträgerin und burmesische Parlamentarierin begrüssen zu dürfen, sagte Walter. Er gratulierte ihr zum Nobelpreis von 1991, den sie nun in Oslo abholen kann.

Suu Kyi setze sich seit den späten 80er-Jahren für die gewaltlose Demokratisierung ihres Landes ein und habe dafür erhebliche Einschränkungen ertragen müssen, sagte Walter. Nun zeichne sich eine Öffnung Burmas ab, und die Schweiz fühle sich «sehr geehrt», dass die erste Etappe von Suu Kyis erster Europareise seit 24 Jahren sie in die Schweiz führe.

Walter wünschte der burmesischen Politikerin einen gewinnbringenden Aufenthalt in der Schweiz und eine gute weitere Reise in Europa.

Aung San Suu Kyi hatte am Donnerstag in Genf an der Jahressitzung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) teilgenommen. Am Nachmittag traf sie Aussenminister Didier Burkhalter in Bern. Die Schweiz will Burma mit einem Entwicklungsprogramm von 25 Millionen Franken pro Jahr unterstützen

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(aho/rcv/sda)