Der milliardenschwere norwegische Staatsfonds soll sich dem Klimaschutz zuliebe aus Kohle-Unternehmen herausziehen. Darauf einigte sich der Finanzausschuss im Osloer Parlament am Mittwochabend einstimmig. Unternehmen, die 30 Prozent ihrer Geschäfte oder Einnahmen mit Kohle machen, sollen aus dem Fondsportfolio fliegen.

Dem Beschluss muss das norwegische Parlament am 5. Juni noch zustimmen. «Das ist ein grosser Sieg. Für das Klima und nicht zuletzt, weil wir so eine klare Entscheidung getroffen haben, hinter der alle stehen», sagte der Sprecher des Ausschusses, Torstein Tvedt Solberg. Der Fonds ist unter anderem an den deutschen Versorgern Eon und RWE beteiligt.

Wichtiges Zeichen vor dem Klimagipfel

Der Grünen-Politiker Reinhard Bütikofer nannte den Beschluss einen wichtigen Schritt vor dem Klimagipfel in Paris. «Investitionen in fossile Energieträger sind jetzt noch mehr von gestern», sagte der Vorsitzende der Europäischen Grünen Partei der Deutschen Presse-Agentur. Der staatliche Pensionsfonds mit den Öleinnahmen des Landes ist der grösste seiner Art auf der Welt

(awp/gku/ise)