Nach der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) bereitet man sich laut Recherchen von «Tagesanzeiger.ch» auch im Bundeshaus auf einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone vor.

Das eidgenössische Finanzdepartement (EFD) bestätigte gegenüber die Existenz einer Griechenland-Taskforce. «Wie das Medienbüro des EFD auf Anfrage bekannt gab, existiere die Taskforce bereits seit letztem Jahr», heisst es in dem Bericht. Das Hauptaugenmerk lege die Gruppe dabei auf mögliche Folgen eines griechischen Euro-Austritts oder eines kompletten griechischen Staatsbankrotts.

Regelmässig werden der Departementsvorsteherin, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, Berichte vorgelegt. Über Details schweige sich das EFD aus, heisst es.

«Eine nationale Griechenland-Taskforce gehört zur Pflicht der Schweiz», wird ein den Bundesbehörden nahestender Insider im Bericht zitiert. «Die Taskforce wird wohl sehr eng mit der Europäischen Zentralbank und anderen europäischen Behörden zusammenarbeiten.»

Anzeige

Tritt Griechenland aus der Eurozone aus, wird es auf einen Schlag die Schulden nicht mehr zahlen können. Der Druck auf die Banken würde so gross, dass auch die Schweiz mithelfen müsste, um die Liquiditätsprobleme zu bekämpfen.

(vst/laf)